Vom 22. bis 24. August veranstalteten der Save Ukraine e.V., die Toloka Initiative, der Ukraine-Hilfe Halle e.V. und weitere Aktivisten der Stadt Halle ein dreitägiges Programm anlässlich des Tages der Nationalflagge und des Unabhängigkeitstages der Ukraine. Jeder Tag hatte seine eigene Stimmung und sein eigenes Format, aber alle Veranstaltungen verband das Wichtigste: der Wunsch, zusammen zu sein, die ukrainische Kultur zu bewahren und einander zu unterstützen.


Den Auftakt bildete am 22. August ein Kinderfest mit Straßenmalerei. Der Regen änderte zwar unsere Pläne, konnte die gute Stimmung aber nicht trüben: Die kreative Aktion wurde kurzerhand nach drinnen verlegt, wo die Kinder mit großer Begeisterung weiterzeichneten. Auf ihren Bildern waren das Wappen von Halle, ihre Häuser in der Ukraine und viele weitere Motive zu sehen, die ihnen am Herzen liegen. Auch der Beauftragte für Migration und Integration, Robert Schönrok, besuchte das Fest. Er sprach nicht nur mit den Kindern, sondern griff selbst zum Stift und malte mit. Wir danken ihm herzlich für seine Offenheit, seine Aufmerksamkeit und dafür, dass er diesen schönen Tag mit den ukrainischen Familien geteilt hat.

Am 23. August verwandelte sich der Hof von Save Ukraine e.V. in ein kleines Stück Ukraine. Das Festkonzert „Die Ukraine verbindet“ zog so viele Gäste an, dass kaum noch ein freier Platz zu finden war.

Der Tag begann mit einem Markt, verschiedenen Workshops, köstlichen hausgemachten Wareniki und herzlichen Begegnungen. Überall waren Gespräche und Lachen zu hören. Die Menschen machten Fotos, lernten einander kennen, umarmten alte Freunde und fühlten sich als Teil einer großen Familie. Besonders deutlich war zu spüren, wie viel Wärme allein aus dem menschlichen Wunsch entstehen kann, füreinander da zu sein.

Das feierliche Programm wurde mit der ukrainischen Nationalhymne eröffnet. Anschließend wandte sich die Vorsitzende von Save Ukraine e.V., Tetjana Wagner, an die Gäste. Wir danken ihr von Herzen für ihre warmen Worte, die enorme organisatorische Arbeit, ihre Fürsorge für alle Beteiligten und ihre beständige Unterstützung der ukrainischen Gemeinschaft.

Unser besonderer Dank gilt Frau Brederlow, Mitglied des städtischen Magistrats und Beigeordnete für Bildung und Soziales, sowie Professor Helmut Podhaiskyi von der Martin-Luther-Universität. Vielen Dank für Ihre Teilnahme, Ihre aufrichtigen Worte und Ihre Solidarität mit der Ukraine. Eine solche Unterstützung gibt Menschen, die weit von ihrer Heimat entfernt leben, das wichtige Gefühl, nicht allein zu sein.

Im Programm gab es Raum sowohl für Freude als auch für Erinnerung. Die Anwesenden gedachten mit einer Schweigeminute der gefallenen Verteidigerinnen und Verteidiger der Ukraine, der getöteten Zivilbevölkerung und aller Opfer des russischen Krieges. Nach der Stille erklang das Lied „Sontse nyzenko“, von Yaryna Taras ohne instrumentale Begleitung besonders ergreifend vorgetragen.

Das Konzert vereinte klassische, traditionelle und moderne ukrainische Musik. Auf der Bühne standen Viktoria Valiieva, Bohodar Khimiak, Diana Shcherbakova, Viktor Kabieiev, Tetiana Bakumenko, Kira Shchelkunova, Yaryna Taras und weitere Künstlerinnen und Künstler. Zu den Höhepunkten gehörten die Auftritte der Ensembles De Libertate und Oseredok Leipzig unter der Leitung der Verdienten Künstlerin der Ukraine Viktoria Osypenko sowie Anastasiias Vortrag eines selbst verfassten Gedichts über die Ukraine. Jeder Beitrag wurde mit herzlichem Applaus, Lächeln und großer Dankbarkeit aufgenommen.

Die Gäste beteiligten sich an den Benefizauktionen, am Quiz „Wahrheit oder Mythos?“ und am Flashmob „Lebendige Flagge“. Die Quizfragen wurden vom gesamten Hof gemeinsam beantwortet, und während des Flashmobs leuchteten über den Köpfen die Farben Blau und Gelb. Auf den Ruf „Slawa Ukrajini!“ antwortete der ganze Hof gemeinsam: „Herojam Slawa!“ In diesem Moment war die Verbundenheit der Menschen, die gemeinsame Erinnerungen, Kultur und die Liebe zur Ukraine teilen, besonders stark zu spüren.

Zum Abschluss des Konzerttages fand die Ziehung der Benefizlotterie statt, die von der gemeinnützigen Organisation „Toloka“ organisiert wurde. Wir danken ihrer Leiterin Halyna Buzan von Herzen für ihre Initiative, ihr großes Engagement, ihre Energie und ihren wertvollen Beitrag zu unserem gemeinsamen Anliegen. Dank solcher Menschen werden gute Ideen Wirklichkeit und aus dem Wunsch zu helfen entstehen konkrete Taten.

Die Einnahmen aus den Benefizauktionen und der Lotterie sind für die Reparatur und den Transport eines Fahrzeugs für Angehörige des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR über die Wohltätigkeitsstiftung „Medizinische und soziale Hilfe“ sowie für den Kauf einer Ladestation für die 61. Brigade der ukrainischen Streitkräfte bestimmt.

Am 24. August fand das dreitägige Programm mit einer Vorführung des Films „Dovbush“ bei Radio Corax seinen Abschluss. Rund 30 Menschen kamen zu der Veranstaltung, die in einer sehr herzlichen Atmosphäre stattfand. Der Film begeisterte das Publikum und bildete einen gelungenen Abschluss der Festtage: eine weitere Gelegenheit, zusammenzukommen, eine bedeutende ukrainische Geschichte gemeinsam zu erleben und die Verbindung zur eigenen Kultur zu spüren.

Unser besonderer Dank gilt unserem Partner Radio Corax sowie den Organisationen Vemo, Bürgerstiftung Halle und Ukraine-Hilfe Halle. Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ihr Vertrauen, Ihre Offenheit für die Zusammenarbeit und Ihre Bereitschaft, sich an wichtigen Initiativen zu beteiligen. Ihre Hilfe ist für die ukrainische Gemeinschaft von großer Bedeutung und gibt uns die Kraft, auch weiterhin Räume für Begegnung, gegenseitige Unterstützung, Kultur und gemeinsames Engagement zu schaffen.

Von Herzen danken wir allen Musikerinnen und Musikern, Sängerinnen und Sängern, den Moderierenden, dem Übersetzer, den freiwilligen Helferinnen und Helfern, den Unterstützenden und allen, die an der Vorbereitung dieser drei Tage mitgewirkt haben.

Ein besonderer Dank gilt den Mitwirkenden des Marktes, den Teilnehmenden der Benefizauktionen und der Lotterie, den Fotografinnen und Fotografen, dem Technikteam, den Familien mit Kindern, dem Publikum der Filmvorführung und allen Gästen. Dank Ihnen wurde das Programm so lebendig, aufrichtig und herzlich.

Diese drei Tage haben nicht nur Fotos und Erinnerungen hinterlassen. Sie schenkten uns ein Gefühl von Nähe, das fern der Heimat besonders kostbar ist, und erinnerten uns daran, dass Zusammenhalt weder an der Größe eines Veranstaltungsortes noch an der Zahl der Stühle gemessen wird. Manchmal braucht es dafür nur eine Kinderzeichnung, Musik, einen bedeutenden Film, eine erhobene blau-gelbe Flagge und Menschen, die bereit sind, füreinander da zu sein.

An diesen Festtagen hat die Ukraine uns alle wirklich miteinander verbunden.

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