Staatssekretärin Susi Möbbeck besucht Save Ukraine e.V. und überreicht den Förderbescheid zur Fortführung des Projekts „Psychologische Brücke – Unterstützung zur erfolgreichen Integration“
Die Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck, besuchte Save Ukraine e.V. in Halle (Saale) und überreichte den offiziellen Förderbescheid zur Fortführung des Projekts „Psychologische Brücke – Unterstützung zur erfolgreichen Integration“.
Diese Entscheidung ist eine wichtige Bestätigung des Vertrauens in die Arbeit unserer Organisation. Sie ermöglicht es uns, die psychosoziale Unterstützung, unsere Integrationsprogramme und die umfassende Begleitung ukrainischer Familien, die in Deutschland Schutz gefunden haben, kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Der Mensch steht im Mittelpunkt jeder Entscheidung
Während des Treffens stellten wir die Ergebnisse unserer Projektarbeit vor und sprachen über die zentralen Herausforderungen, mit denen ukrainische Familien, die in Deutschland Schutz gefunden haben, derzeit konfrontiert sind.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Bedeutung der psychosozialen Unterstützung. Wir berichteten über die Arbeit unserer Psychologinnen und Psychologen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei begleiten, die Folgen des Krieges zu bewältigen, sich an ein neues Lebensumfeld anzupassen, ihr emotionales Gleichgewicht wiederzufinden und neues Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Besondere Aufmerksamkeit galt der schnellstmöglichen Anerkennung der in der Ukraine erworbenen Hochschulabschlüsse von Psychologinnen und Psychologen. Dadurch könnten qualifizierte Fachkräfte verstärkt in die Unterstützung von Menschen einbezogen werden, die Krieg und erzwungene Migration erlebt haben. Gleichzeitig würde ihnen die Möglichkeit eröffnet, sich in Deutschland beruflich zu verwirklichen.
Darüber hinaus stellten wir Beispiele erfolgreicher Integration vor. Sie zeigen, wie Ukrainerinnen und Ukrainer mithilfe einer umfassenden Begleitung Deutsch gelernt, eine Beschäftigung gefunden, ihre beruflichen Qualifikationen anerkennen lassen oder neue Qualifikationen erworben haben und sich heute ehrenamtlich oder als aktive Mitglieder der lokalen Gemeinschaft engagieren.
Im Rahmen des Treffens sprachen wir außerdem über die Entwicklung neuer Projekte, die Zusammenarbeit mit Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen, die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sowie den Ausbau unserer Angebote für Familien.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf unseren Sprachclubs. Sie sind nicht nur Orte zum Erlernen und Anwenden der deutschen Sprache, sondern auch Räume für Begegnung, gegenseitige Unterstützung und den Austausch mit der lokalen Gemeinschaft. Für viele Teilnehmende waren sie der erste Schritt aus der sozialen Isolation, hin zu neuem Selbstvertrauen und einer aktiven gesellschaftlichen Teilhabe.
Wir sind überzeugt, dass erfolgreiche Integration nicht allein durch eine Beschäftigung oder durch Sprachkenntnisse bestimmt wird. Sie bedeutet auch, sich einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen, neue soziale Kontakte aufzubauen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und die eigene Zukunft selbstbewusst gestalten zu können. Daran arbeitet Save Ukraine e.V. jeden Tag gemeinsam mit seinen Partnerinnen und Partnern.

Partnerschaften, die neue Möglichkeiten schaffen
Die Umsetzung des Projekts wurde durch die enge Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt, der Stadt Halle (Saale), dem Jobcenter Halle, der Agentur für Arbeit, Bildungseinrichtungen, sozialen Diensten, zivilgesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Organisationen sowie ukrainischen Initiativen und ehrenamtlichen Netzwerken ermöglicht.
Wir sind überzeugt, dass tragfähige Partnerschaften die Grundlage für ein Unterstützungssystem bilden, in dem Menschen nicht nur die notwendige Hilfe erhalten, sondern auch die Möglichkeit haben, sich zu integrieren, zu lernen, zu arbeiten und zu einem aktiven Teil der lokalen Gemeinschaft zu werden.
Der nächste Entwicklungsschritt
Die Fortführung der Förderung eröffnet neue Möglichkeiten für den Ausbau psychosozialer Angebote, die Weiterentwicklung von Programmen für Kinder und Jugendliche, die Unterstützung von Familien, die Förderung des interkulturellen Dialogs sowie die Zusammenarbeit mit staatlichen, kommunalen und zivilgesellschaftlichen Partnerinnen und Partnern.
Vor uns liegt eine neue Phase unserer Arbeit. Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen rechtzeitig zu erreichen, ihnen die notwendige Unterstützung anzubieten, ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken und ihnen dabei zu helfen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.
Unser aufrichtiger Dank
Wir danken Staatssekretärin Susi Möbbeck herzlich für ihre Offenheit, ihre Aufmerksamkeit für die Anliegen der ukrainischen Gemeinschaft und ihre Unterstützung unserer Arbeit.
Unser besonderer Dank gilt dem Land Sachsen-Anhalt für die Fortführung der Förderung des Projekts „Psychologische Brücke – Unterstützung zur erfolgreichen Integration“ sowie der Stadt Halle (Saale) für das langjährige Vertrauen, die verlässliche Zusammenarbeit und die Kofinanzierung, durch die die Umsetzung des Projekts ermöglicht wird.
Wir danken außerdem unseren Partnerinnen und Partnern, unseren ehrenamtlich Engagierten und allen Menschen, die sich täglich für unsere gemeinsame Aufgabe einsetzen. Nur durch das Zusammenwirken staatlicher Institutionen, kommunaler Stellen, zivilgesellschaftlicher Organisationen und der lokalen Gemeinschaft kann eine Gesellschaft entstehen, in der sich jeder Mensch gebraucht und gehört fühlt und die Möglichkeit erhält, die eigene Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.

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